Nachgefragt bei Markus Zwyssig, Kulturjournalist

Für die «Urner Zeitung» berichtet der 56-Jährige über Musik, Theater, Literatur und Kunst. Er sagt, was die «Dezembertage» besonders macht.

Sie berichten seit 20 Jahren über die «Dezembertage». Was war Ihr Highlight?
Oh, da gab es so viel. Da wäre es nicht gerecht, nur eine Veranstaltung hervorzuheben. Nebst Bekanntem habe ich immer wieder Neues entdeckt. In diesem Jahr freue ich mich sehr auf das Konzert mit dem Urner Jazz-Bassisten Lukas Traxel. Im «Inner Language Trio» spielt er mit bekannten Jazzern zusammen.

Erinnern Sie sich an die Anfänge der «Dezembertage» 1999?
Ja. Damals sagten viele, dass es diese Reihe nicht bringen würde. Viele sagten, dass man vor Weihnachten ja eh viel los habe und keine Zeit für Kultur finde. Glücklicherweise haben diese Leute sich getäuscht. Die «Dezembertage» wurden zum grossen Erfolg.

Warum?
Man darf gehen, muss aber nicht immer dabei sein. Im breiten Angebot der verschiedenen Kulturhäuser findet jeder etwas. Die Zusammenarbeit der Urner Veranstalter bringt dem Publikum einen grossen Mehrwert. Dazu kommt, dass es immer wieder Platz für Experimente und Überraschungen hat. Schön ist, dass auch die Künstler immer wieder sagten, wie gerne sie an den «Dezembertagen» auftreten.

Sie freuen sich also auf nochmals 20 Jahre «Dezembertage»?
Ja, klar! Auch wenn ich 2039 dann vermutlich nicht mehr darüber schreibe.

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