Nachgefragt bei Livio Beyeler

«Rausch» wird am 16.03.2019 im Theater Uri uraufgeführt. Livio Beyeler ist Autor und Regisseur und verantwortlich für das Stück. Grund genug um nachzufragen:

Weshalb bringst du einen so klassischen Stoff, wie den «Sommernachtstraum» auf die Bühne?

Ein Sommernachtstraum von Shakespeare hat in seiner Komik und Aktualität in den letzten 600 Jahren nichts eingebüsst. Es ist voller Liebe, Humor, Tragik, Täuschung und Enttäuschung.

Wie entstand die Neufassung mit dem Titel «Rausch»?

Mich interessierten vor allem die Mechanismen der vier Hauptfiguren in der Vorlage. Ausgehend davon entstand eine Überschreibung des Stücks. Wie häufig in meinen Fassungen suche ich dabei nach Referenzen oder Allegorien zu anderen Texten und Texturen, die ich in die Vorlage einwebe. In meiner Fassung kommt also nicht nur Shakespeare zur Sprache, sondern z.B. auch Motive der US-amerikanischen Serie «gossip girls». Ziel dabei ist es nicht einen Stoff ins heute zu übertragen, sondern ein Echo aus einer Vielzahl Textmaterial herzustellen die durch die Zeit ins jetzt schallen.

Wer spielt alles mit?

«Rausch» hat vier Hauptfiguren. Diese werden von Schauspielstudierenden der Zürcher Hochschule der Künste gespielt: Anja Rüegg, Luna Schmid, Yan Balistoy und Fabian Vogt – und das Publikum ist auch etwas dabei, aber da wollen wir noch nicht zu viel verraten…

Was darf das Publikum erwarten?

Die Inszenierung spielt rund um und vor allem direkt mit dem Publikum. «Rausch» ist ein Rave, eine Illusion, ein Spiel, eine Nacht im Club – Ein Sommernachtstraum.

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